Journalistenschulen: ..und warum möchten Sie Journalist werden?

Es sind schon fast vier Monate von 2016 vergangenen – ich kann es ehrlich gesagt kaum glauben und fühle mich leicht alt, wenn ich so etwas schreibe, aber ich muss es einfach tun: Die Zeit rennt SO schnell! 

Aber genau jetzt der perfekte Zeitpunkt, um sich aufzuraffen und alle Hebel in Bewegung zu setzen, falls ihr Journalist werden wollt. 

Warum? Also der erste Grund ist: Journalisten waren noch nie so wichtig wie heute. Klar, im Internet verbreiten sich Informationen weltweit rasend schnell, aber was wären all die News ohne interessierte Journalisten, die kritisch hinterfragen, Nachrichten sortieren, professionell recherchieren, Interviews führen und komplexe Zusammenhänge verständlich machen? Eben.

Und der zweite sehr simple Grund ist, dass bei vielen Journalistenschulen GENAU JETZT die Bewerbungsverfahren laufen.

Auch ich habe mich schon (und werde mich noch) an der ein oder anderen Journalistenschule bewerben – denn: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt 😉

..Natürlich gibt es auch bei den Journalistenschulen Unterschiede – manche Schulen spezialisieren sich auf einen bestimmten Medien-Bereich oder gehören zu bekannten Medien-Konzernen, andere sind da nicht so genau Festgelegt.

Selbstverständlich sollte man sich vorab über die jeweilige Schule, bei der man sich bewirbt, reichlich informieren – schließlich wird man dort, wenn es optimal läuft, die nächsten zwei Ausbildungs- und vielleicht ja sogar die nachfolgenden Berufs-Jahre verbringen.

Die Bewerbungs-Hürden an den einzelnen Journalistenschulen sind aber nicht gerade simpel zu bewältigen – meistens muss man sich einem 3-Gliedrigen Bewerbungsverfahren stellen.
In der ersten Phase wird meistens eine Bewerbungs-Reportage zu einem bestimmten Thema verlangt. Je nach Journalistenschule ist es unterschiedlich wie viele Zeichen geschrieben werden dürfen und ob diese Reportage anonym oder mit Name und Lebenslauf eingesendet werden soll. Oft wird auch noch ein Zusatzelement zur Reportage verlangt, wie zum Beispiel eine schriftlich verfasste Kritik zu einem bestimmten Thema (Henri-Nannen-Schule), schriftliche Anmoderationen (RTL Journalistenschule), Lebenslauf, Arbeitszeugnisse und persönliche Informationen (Axel Springer Akademie).

Ihr seht also, „mal eben schnell ´ne Bewerbung losschicken“ ist nicht – sonst fliegt man raus, bevor es so richtig angefangen hat

Eine zweite Bewerbungsphase gibt es beispielsweise an der RTL Journalistenschule: Die besten 150 bekommen die Chance für die nächste Runde. Sie müssen einen kurzen Film drehen und ihren Lebenslauf einsenden.

In der dritten Phase kommt es zu den sogenannten „Auswahltagen“. Alle potentiellen Journalistenschüler werden von der jeweiligen Schule eingeladen und stellen sich hier nun einem Wissenstest, einem persönlichen Gespräch und einigen journalistischen Aufgaben, die vor Ort bewältigt werden müssen.
20-30 der bis zu 2500 (!!!) Bewerber haben dann das Glück Teil des neuen Jahrgangs zu sein – Ein echter Traum für jeden angehenden Journalisten 🙂

Einige Journalistenschulen habe ich euch im Anschluss aufgelistet – Klickt einfach drauf und versucht euer Glück! 

 

(Eine der renommiertesten Journalistenschulen in Deutschland, 18-monatige vergütete Ausbildung mit möglichen Hospitationen bei Stern, DER SPIEGEL, DIE ZEIT …)

(Journalistenschule des Verlags Bauer)

(24-monatige, vergütete Ausbildung zum Fernsehjournalisten mit Anbindung an RTL-Gruppe)

(Bildet Politik- und Wirtschaftsjournalisten für Print, Radio und Online aus, Ausbildung dauert vier Jahre in Verbindung mit einem Bachelor in Volkswirtschaftslehre an der Uni Köln)

(18-monatige Ausbildung, die vergütet wird, mit Schwerpunkt auf Wirtschaftsberichterstattung (u. a. Pflichtpraktika bei Handelsblatt und Wirtschaftswoche))

(24-monatige Ausbildung, die vergütet wird mit Anbindung an Springer-Medien wie BILD und DIE WELT.)

(22-monatige Ausbildung, die nicht vergütet wird, allerdings kann man sich bei diversen Stiftungen für ein Stipendium bewerben)

(Bietet Fernstudium als Weiterbildung zum Fachjournalisten oder PR-Fachmann an)

(Neben der Henri-Nannen-Schule Deutschlands renommierteste Journalistenschule mit unterschiedlichen Modulen zu Print, Online, Radio, TV und integrierten Praktika bei renommierten Medienhäusern (nicht vergütet, aber 2/3 der Schüler bekommen Stipendien).

(Studienbegleitende Ausbildung mit klarem Bekenntnis zum katholischen Glauben)

(24-monatiges Traineeprogramm mit Anbindung an Burda-Medien wie Focus, Bunte, Meine Familie & ich …)

(24-monatiges Volontariat der WAZ-Gruppe)

 

..Und das wichtigste: Glaubt an euch! ihr könnt es schaffen, wenn ihr es wirklich wollt 🙂

…because life is blondiful! ❤

Eine Frage hätte ich da noch… 🎬🎥🎤📝

„Das Interview Morgen führst Du, oder?“

Damit fängt alles an – jedenfalls meistens.
Es sei denn, man hat den Interview-Termin selbst organisiert, DANN ist es natürlich selbstverständlich, dass man selbst das Interview mit XY selbst führt.

Interviews, vor allem natürlich mit Promis, sind meiner Meinung nach die absolute Königsdisziplin des Journalismus.
Und ich meine keine kurzen Statements oder O-Töne, die man mal eben kurz zwischen Häppchen und Champagner auf Events einfängt. Die sind meistens ziemlich einfach zu bekommen, denn auf Partys sind die meisten sowieso in Plauderlaune 😉🍸🍤

Das mit Abstand WICHTIGSTE bei geplanten Interviews ist die Vorbereitung.
Lest alles
, was ihr über die Person finden könnt, informiert euch – nein Leute, mal eben schnell über den Wikipedia-Eintrag der jeweiligen Person zu schauen reicht definitiv NICHT aus 😉

Informiert euch über die Person: 

  • Warum führen wir das Interview?
  • Was ist aktuell im Leben dieser Person los?
  • Gibt es einen neuen Film/ eine neue CD/ ein neues Buch?
  • Worum geht es in dem neuen Film/ der neuen CD/ dem neuen Buch?

Versucht etwas an dem Leben eures Interview-Partners zu finden, das euch WIRKLICH interessiert – ihr müsst versuchen euch für etwas an ihr/ihm zu begeistern. Auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Ihr werdet sehen, SO fällt es euch viel leichter das Interview zu führen.

Versucht DIE RICHTIGEN FRAGEN  zu stellen: 

  • Was würde mich als Zuschauer/Leser besonders interessieren?
  • Was möchte ich erfahren?
  • Gibt es etwas Neues, das noch niemand über diese Person weiß?

Natürlich solltet ihr bei euren Fragen immer höflich bleiben – kritisches und interessiertes Nachfragen ist dabei aber ausdrücklich erlaubt.

Schreibt euch eure Fragen vorab auf – in Stichworten.
Dabei solltet ihr vor allem auf einen „Roten Faden“ achten, der sich durch euren Fragen-Katalog zieht. Ihr wollt schließlich so viel (Neues und Interessantes) wie möglich erfahren. Also switched beispielsweise nicht von einer Frage à là „Wie geht es Ihnen?“ zu “ Wie kommt es eigentlich, dass Sie in der letzten Zeit so viel zugenommen haben?“ – damit wäre euer Interview womöglich schon zu Ende, bevor es begonnen hat 😄😉

Werdet bloß nicht nervös: 

Klar, für euch ist es ein mega wichtiges Interview.
ABER: Ihr seid gut vorbereitet und VIP´s sind auch nur Menschen. Klar, sie stehen in der Öffentlichkeit und werden nicht selten von etlichen Fans belagert – ABER DAS IST IHR JOB.
Auch Promis haben oft genug die Nase voll von den ganzen Promo-Terminen und Red-Carpet-Events – ob man´s nun glaubt oder nicht 😉
Das kann alles ganz schön anstrengend sein. Und auch dieses Interview mit euch gehört zu ihrem Job. Schließlich wollen sie gute PR 😏
Also, cool down und an die Arbeit – und ich wette mit euch, ihr kriegt das super hin 👌🏻😊

..Und falls ihr euch als Vorbereitung (oder nur aus reinem Interesse 😉 ) meinen Beitrag mit meinem letzten Interview anschauen wollt, habe ich hier den Link für euch:

http://rtlnord.de/nachrichten/paddy-kelly-auf-solo-tour.html

 

….because life is blondiful! ❤️